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Die Gedanken sind frei…

Mit den Gedanken ist es ja so eine Sache – gerade als Blogger. Wieso haben wir so einen Mitteilungsdrang? Früher schrieb man in Tagebücher, jetzt darf alle Welt lesen, was einen bewegt. Indem wir sie in ein Blog packen, sperren wir die Gedanken sichtbar ein, damit wir uns daran erinnern, aber auch, damit wir unsere Meinung kundtun können. Meine Mutter fragt immer, wen das interessiere. Ich habe oft den Eindruck, dass das gute alte Tagebuch verkommen ist, weil wir einfach die Bestätigung von außen brauchen – Zustimmung und Unterstützung, dass wir nicht allein sind mit unseren manchmal sehr absurden Gedanken.

Gerne würde ich wieder ein Tagebuch anfangen, aber mir fehlt schlichtweg die Zeit. Wieso habe ich dann Zeit, hier reinzuschreiben? Weil man sich verpflichtet fühlt gegenüber den Lesern. Die größte Angst beim Tagebuch war, dass es jemand findet und liest – aber wollten wir das nicht insgeheim? Ein bisschen Aufmerksamkeit um die eigene Person?

Manchmal denke ich, ich sollte meine Gedanken für mich behalten, wieso sollte ich diesen Text gerade überhaupt schreiben? Ich weiß es nicht, es kam mir in den Sinn und hoffe, dass es anderen ähnlich geht. Blogge ich also aus Unsicherheit? Blogeinträge der Kategorie ‚Gedanken‘  habe ich noch nicht so viele, ganz einfach, weil ich nicht weiß, welche meiner Gedanken angemessen sind, an die Öffentlichkeit getragen zu werden. Ein schönes Blog zum Thema einer Dame, die diese Ängste nicht hat, findet ihr übrigens bei Gedankenfest.

Oh, und zum Abschluss natürlich die Grundlage des Titels, eine ganz wunderbare Fassung des immer noch aktuellen Volksliedes:
Auf der Website von Les Brünettes, einem sehr interessanten Acapella-Ensemble aus Mannheim, unter Media findet ihr als zweites den Song.

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2 Kommentare zu “Die Gedanken sind frei…

  1. Hallöchen Füchslein,

    deine lieben Zeilen lese ich erst heute. Und ich freue mich darüber! :)

    Im Prinzip ist ein Blog für viele auch ein Tagebuch. Aber das Feedback tut gut. Man bewahrt seine Anonymität, wie in einem Tagebuch, aber man ist nicht allein mit seinen Gedanken. Es tut oft gut, Zuspruch von anderen Menschen zu kriegen oder sich kontrovers mit etwas auseinanderzusetzen. Ich habe auf meinem Blog auch schon öfter Denkanstöße bekommen, die mir, wenn ich sie in ein Tagebuch geschrieben hätte, verborgen geblieben wären.

    Ich lese viele Blogs – von der interessanten Dreifachmama mit ihren Piercings über die Studentin, die ungeplant schwanger wurde bis hin zu einer jungen Dame, die mit schweren psychischen Problemen kämpft. Die Blogs sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Und ich fände es sehr schade, wenn all das verborgen irgendwo in einem Tagebuch stehen würde ;) Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende,
    Julia

    • Liebe Julia,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich bin auf jeden Fall deiner Meinung. In jedem Fall ein Hoch auf die freie Meinungsäußerung!

      Liebe Grüße,
      Stella

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