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The Art of Gratitude

Dankbarkeit ist eine Tugend, und in einer Zeit des konstanten Kräftemessens (finanziell, äußerlich, intellektuell, usw.) ist es kein Wunder, dass man sich selbst schnell aus den Augen verliert und nur noch die Dinge bemerkt, die einen unzufrieden machen. Ich bin leider keine Ausnahme, wenn nicht sogar ein ziemlich krasses Beispiel der Schwarzseherei. Dazu kommt mein bereits erwähntes kleines Selbstbewusstsein und tada! – schon gerate ich in einen Teufelskreis der Unzufriedenheit. Das ging zuweilen soweit, dass ich andere Menschen um mich herum mit reingezogen und sie absichtlich verletzt habe, um nicht allein mit meiner Missmutigkeit zu sein. Ich will wirklich was ändern an meiner Einstellung zum Leben, Dinge positiver sehen, stolzer auf mich und selbstzufriedener mit mir selbst zu sein. Das ist nicht leicht, aber ich habe einige gute Tipps.

Zum einen lege ich seit einiger Zeit eine Liste an, die ich regelmäßig aktualisiere. Ich mache das ganz klassisch in meinem Kalender / Notizbuch. Und zwar habe ich die Idee dazu aus Bruce Darnells Buch (richtig gelesen!) Drama Baby, Drama!. Ein blöder Titel für ein Buch, das so viel für mich verändert hat. Das hört sich bescheuert an, aber seit ich mir das Ding gekauft habe (irgendwann 2009 oder so), lese ich es mindestens einmal im Jahr und fühle mich danach so viel besser. Es ist wirklich lesenswert. Naja, jedenfalls geht man wiefolgt vor:

  • Erstelle zwei Spalten auf einer Seite. In die linke Spalte kommen die Dinge, mit denen man momentan in seinem Leben zufrieden ist. Bei mir ist das zum Beispiel regelmäßiger Sport, dass ich es schaffe, nachhaltig einzukaufen und bewusst zu essen, Cellounterricht, der Lieblingsmensch, dass meine Haare im Moment die perfekte Länge haben oder meine beiden Blogs. Es kann wirklich alles sein, auch kleine Dinge!
  • In die rechte Spalte kommen Sachen, die einen nerven und die man ändern will. Bei mir sind das unter anderem meine Launenhaftigkeit und meine Selbstzweifel, dass ich manchmal nicht sehr nett bin zum Lieblingsmenschen, dass mein Verhältnis zur besten Freundin grade nicht so super ist und dass ich zu viel im Internet bestelle. Dazu schreibt man dann im Idealfall noch, was man tun muss, dass sich diese Dinge ändern. Und dann muss man natürlich daran arbeiten. Die linke Spalte sollte mit der Zeit voller, die rechte leerer werden.

Das ist eine recht aufwändige Methode, die aber durch das Aufschreiben wirklich hilft.

Eine andere Idee liefert The Art of Gratitude. Wenn man sich anmeldet, erhält man jeden Tag eine Mail, in die man drei Dinge eintragen kann, für die man dankbar ist. Über 30 Tage hinweg werden diese Dinge gesammelt, sind nur für einen selbst einsehbar und helfen, die Welt und sich selbst ein bisschen positiver zu sehen.

Dankbar zu sein für Dinge, die man als selbstverständlich ansieht, ist der erste Schritt zum Glück. Zumindest zu meinem :)

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9 Kommentare zu “The Art of Gratitude

  1. Die drei guten Dinge am Tag aufzuschreiben, den Tipp hatte ich auch einmal bekommen. Danke, dass Du mich gerade heute daran erinnerst. Habe leider sehr schlechte Nachrichten bekommen und bin auch kurz davor zum Miesepeter zu werden. Dein Post kam also zumindest für mich zum genau richtigen Zeitpunkt.

  2. Mir geht es zur Zeit ähnlich. So richtig zufrieden bin ich auch nicht und es nervt mich, wenn ich es an anderen auslasse.
    Ich habe eine Zeit lang jeden Tag alles positive notiert, was passiert ist (mindestens 5 Dinge!) und ich meine mich zu erinnern, dass es mir gut getan hat. Danke für die Erinnerung, ich werde es noch einmal versuchen. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Weitermachen! :)

  3. Ich habe beruflich viel mit Menschen zu tun, die an einem geringen Selbstwert leiden und vieles schwarzsehen. Ich denke, du machst es genau richtig- es ist sehr hilfreich, den Fokus auf das Positive zu lenken und die Baustellen offensiv aber kleinschrittig anzugehen. Ich wünsche dir eine volle linke Splate (bin mir sicher, da fällt dir immer mehr ein mit der Zeit) und eine überschaubare rechte Spalte (man ist ja irgendwie nie fertig).

  4. 3 Dinge für die man jeden Tag dankbar sein kann – eine schöne Idee: vor allem da eigentlich alle von uns für wirklich viele Dinge dankbar sein können ;)

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